Entgegen der festen Überzeugung von Livio, wie wir vor einem Jahr gehört haben, beginnt der Bericht dieses Jahr nicht mit „Wie jedes Jahr startete das Vereinsjahr mit den Musikabenden in Muhen.“ Die Musikabende, und natürlich deren Hauptprobe, waren trotzdem das Erste, was in unserem Vereinsjahr 2025 anstand. Die beiden Stücke “Dr. Feelgood” und “Powerplay” waren für die einen altbekannt, wir Jüngeren führten diese hingegen zum ersten Mal auf. Und man munkelt, die Erhöhung der Anzahl Musikabende von drei auf vier stand in direktem Zusammenhang mit unserer brillanten Darbietung. Am darauffolgenden Mittwoch massen sich beim jährlichen Kartfahren, dieses Jahr in Roggwil, 21 Teilnehmende. Extrem überraschend belegte Jän auch dieses Jahr wieder den ersten Platz, dicht gefolgt von Rösch und Göfe. Alle Frauen, ohne Ausnahme, landeten in den Top 20. Ende Februar verschlug es die Tambouren zum Skiweekend ins schöne Davos – jedoch mit spürbarem Fokus aufs Après-Ski. Schincariol hielt Kurven auf der Piste eher für optional, die Schwünge hob er sich für später in der Bar auf, und Rätz zeigte, dass er nicht nur neben, sondern auch auf der Piste die besten Pommes macht. Kurz darauf durften wir den Musikabend in Kölliken mit einem Auftritt bereichern. Am 5. April führten wir die Fahnenweihe des STV Leeraus über Stock und Stein und alle möglichen Wege und Umwege an und Röme war so euphorisiert, wieder einmal den Majorstab schwingen zu dürfen, dass er uns praktisch ohne Punkt und Komma trommeln liess. Ende April gings zum 25. Mal ans Sechseläuten. Der Umzug fand bei traumhaftem Wetter statt und zum Abschluss unseres Jubiläums trafen wir uns eine Woche später nochmals, um die Confiserie Speck sowie die Destillerie Etter zu besuchen. Die 19. ordentliche Generalversammlung am 2. Mai brachte einige Rochaden: Livio Zanandreis und Sebastian Kraft wurden neu in den Vorstand gewählt, während Stephan Leu und Roger Karcher verdient zurücktraten. Sehr emotional verabschiedeten wir Stebi, der uns jedoch zum Glück als Passiv- sowie Ehrenmitglied erhalten bleibt. Röme wurde als 5. Ehrenmitglied der T-O-M ausgezeichnet und mit Cédric Furer durften wir einen weiteren Stubenhocker in den Stamm aufnehmen. Das Einzige, was negativ ausfiel, war die Rechnung. Danach gings Schlag auf Schlag weiter, wie bei uns immer: Wir überraschten Anna Furter an ihrem 20. Geburtstag, spielten am Tag der offenen Tür der Garage Eggenberg und in Unterentfelden unterstützten wir “Gerda kocht” gleich zweimal musikalisch. An der GV des Schreinermeisterverbandes warteten wir länger hinter dem Vorhang als unser Konzert dauerte. Dafür durften wir nachher, was vor allem Künzle sehr freute, das ganze Dessert wegfuttern. Am Zapfenstreich nahmen mit Aaron, Patrick, Jonas und Künzle vier Tambouren teil, was ganze doppelt so viele wie im Vorjahr waren. Am Tag der offenen Tür der Schiessanlage Obertel in Suhr durften wir nicht nur unsere Schlegel schiessen, sondern auch beweisen, dass wir die Kunst des Schiessens, mehr oder weniger, in jeder Form beherrschen. Den Empfang des Turnvereins Egliswil nach dem eidgenössischen Turnfest wurde von uns musikalisch begleitet, bevor am 4. Juli schon das nächste Highlight wartete: Der Maienzug in Aarau. Weil das Beste immer zum Schluss kommt, liefen wir zuhinterst und gaben, wie letztes Jahr, mit der Musikgesellschaft Unterentfelden ein Platzkonzert, gefolgt von einem feinen Mittagessen im Restaurant Core Mio. Am Tag darauf ging es weiter nach Langenthal ans ZTPF, wofür wir uns in zahlreichen Zusatzproben, wenn auch zum Teil nicht so zahlreich besucht, vorbereitet hatten. Am Samstag trugen wir die beiden Stücke “Empire” und “Popcorn” vor der Jury vor, am Sonntag ging es mit dem “Rhy Express” an die Marschkonkurrenz. Rösch mit seinem Majorstab war der Schwerkraft nicht ganz gewachsen, unserer Konkurrenz jedoch längstens. So belegten wir unter seiner hervorragenden Führung, wenn auch kurzzeitig ohne Majorstab, den 3. Platz in der Kategorie S3. Am Abend gässelten und lärmten wir durch die Altstadt von Langenthal, einige wenige marschierten sogar noch beim Mitternachtsumzug mit und zurück in der Unterkunft endete Flavios WC-Suche in einer unfreiwilligen Kellerbesichtigung, woraus er schliesslich heldenhaft befreit wurde. Am 22. August bereicherten wir das Laternenkonzert in Muhen und in der Woche darauf durften wir am 70. Geburtstag von Heinz eine Showeinlage hinlegen. Mit runden Geburtstagen gings gleich weiter: In Staffelbach durften wir an der Party von Jän gemeinsam mit ihm als Geburtstagskind auftreten und die Anwesenden begeistern. Am 6. September trommelten wir gleich an zwei Events: Der Schulhauseinweihung in Oberentfelden und dem 25-Jahr-Jubiläum der Faustballer, ebenfalls in Oberentfelden. An der internen Vereinsmeisterschaft, die wie jedes Jahr im Waldhaus Berg stattfand, konnte ich zum Glück von Röme verletzungsbedingt nicht teilnehmen, was seine Titelverteidigung natürlich erheblich erleichterte, und ihm erlaubte, sich wiederholt den 1. Platz zu sichern. Zwei Wochen später stand schon das EJTPF in Lenzburg an, wo unsere Sektion mit acht Tambouren in der Stärkeklasse S3 den 20. Rang erreichte. Nicola, Lenny, Cédric und Patrick traten sogar noch im Einzel an. Im November fanden die beiden Räbeliechtliumzüge in Muhen und Suhr statt. Am darauffolgenden Wochenende wartete bereits das nächste Highlight: Unser Probeweekend in Schelten. Mit der grössten Musikbox, die in den oberen Stock geschleppt werden musste, viel Raclette, fast keinem Handyempfang, nur wenigen, die wirklich daran dachten, Noten mitzubringen und noch weniger Schlaf übten wir die beiden neuen Stücke “Chopstix” und “Swingdrums” ein. Den Fussballmatch der Schweiz gegen Schweden liessen wir uns natürlich auch nicht entgehen und nebenbei zeigten einige, dass Löffel nicht nur zum Essen, sondern auch zum Musizieren taugen. Das Jahr neigte sich dann auch schon dem Ende zu. Bei einem gemütlichen Chlaushock liessen wir dieses ausklingen. Man sah deutlich, dass die Planung auf Patricks Anwesenheit ausgelegt war, ganz anders als bei Cédric, dessen Präsenz an diesem Tag glatt seine Anwesenheitsquote verdoppelte. Nun bleibt mir nur noch Danke zu sagen, liebe Trommlerkollegen, nicht zuletzt dafür, dass ich die Frauenquote in unserem Verein auf stolze 4.17% heben darf. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste, trommelreiche Jahr!
Natalie Zobrist, Mai 2026